Enzyklopädien

Der Begriff Enzyklopädie setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen: ἐγκύκλιος/enkýklios, im Kreis herumgehend, auch: umfassend, allgemein, sowie παιδεία/paideía, Erziehung, Unterricht. Enzyklopädische Bildung entsteht also dadurch, dass man Wege auf sich nimmt und einen Kreis von Wissensbereichen durchschreitet. Mit der großen französischen »Encyclopédie«, einem Universallexikon, das von 1751 bis 1780 in 35 Bänden erschien, etablierte sich der Begriff für ein umfangreiches, alphabetisch geordnetes Sachwörterbuch über alle Themen und Wissenschaften. 

Enzyklopädien sind Sammlungen des gesamten Wissens für eine breite Leserschaft. Die Zusammenhänge zwischen den Artikeln und Themenfeldern werden durch Querverweise hergestellt. Diese Relationen bzw. Links können als Beginn der modernen Netzwerktheorie und des World Wide Web gesehen werden – und sind oft auch Ausgangspunkt für künstlerische Auseinandersetzungen mit der enzyklopädischen Tradition. Die Enzyklopädien der Aufklärung bilden die Grundlage für alle späteren Lexika und für »Wikipedia – Die freie Enzyklopädie«. 

Nachschlagewerke, Enzyklopädien und Lexika sind im Bücherkubus im Erdgeschoss (aktuelle Ausgaben) und in der Galerie der Sammlungen im ersten Untergeschoss (historische Titel) einsehbar.

Kategorie: AUSSTELLUNG, SAMMLUNGEN