Lesesaal

Unser Lesesaal befindet sich in der ersten Etage des Studienzentrums. Hier herrscht eine ruhige Atmosphäre, die für das konzentrierte Arbeiten und Lesen sehr gut geeignet ist. Im Lesesaal können alle Medien eingesehen werden, die nicht nach Hause ausgeliehen werden dürfen. Dazu gehören Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften, die vor 1950 gedruckt worden sind. Auch wertvolle und fragile Bestände, wie zum Beispiel Buchhandschriften, Künstlerbücher oder Landkarten, können nur in den Lesesaal bestellt werden. Die Bibliotheksmitarbeiter helfen bei der korrekten Handhabung der Bücher und Objekte. Sie achten zum Beispiel darauf, dass Bücher nicht zu weit geöffnet werden, womit sie Schäden am Einband vorbeugen.

Wie alles begann…

16. November 1824 - Herzog Carl August an Goethe:

„Es mögte doch nun wohl an der Zeit seyn, das grüne Zimmer aus der hiesigen Bibliotheque, wo sonsten die Kupferstiche […] waren, zu einem Lese Cabinette einrichten zu laßen, es an gewissen Tagen zu heitzen und den Publico einen Winck darüber zu geben.“

18. November 1824 - Goethe an Herzog Carl August:

„Zur Benutzung des neuen Zimmers soll sogleich Anstalt getroffen werden. Zuerst auf eine Art und Weise, welche nach Befund weiter zu gehen erlaubt. Öffentlich möchte ich vor der Hand nichts darüber aussprechen.“

Am 18. November 1824 findet ein Gespräch Goethe mit Staatskanzler von Müller statt. Anschließend notiert der Staatskanzler:

„Mitteilung des ausgesonnenen Plans zur Reglung der vom Großherzog gewünschten Benutzung der neuen Kunst- und Bücherschätze auf der Bibliothek. Nach einem gewissen Turnus sollen 8-9 Familienhäupter jedes alle 3-6 Wochen eine Karte erhalten, auf welche sie dann mit einer beliebig gewählten Gesellschaft zwei Vormittagsstunden des Montags oder Donnerstags die ausgelegten literarischen Neuigkeiten beschauen mögen.“

Vom Lesezimmer zum Lesesaal

  • 1824: Im südlichen Anbau der historischen Bibliothek (Goethe-Anbau) wird ein Lesezimmer eröffnet.
  • 1849: Das Lesezimmer zieht in den neuen, feuersicheren Anbau der Bibliothek um (Coudray-Anbau). Alle Aufenthaltsräume werden mit Öfen geheizt. Leser und Mitarbeiter teilen sich das Zimmer als Arbeitsplatz.
  • 1937: Ein moderner Lesesaal mit 24 Plätzen wird in einem der beiden Renaissance-Säle im Erdgeschoss eingerichtet.
  • 2005: Das Studienzentrum wird eröffnet und mit ihm ein neuer Lesesaal mit 32 Arbeitsplätzen.

Der Lesesaal im Studienzentrum - Ausstattung:

32 Arbeitsplätze, 4 große Tische, bequeme Stühle, Lampen, Steckdosen, Fußstützen

Wer kann den Lesesaal nutzen?

Jeder in der Bibliothek angemeldete Nutzer kann den Lesesaal als ruhigen Arbeitsort nutzen.

Category: AUSSTELLUNG, RÄUME, SERVICE