
Künstliche Intelligenz (KI) verändert Bibliotheken in vielen Arbeitsbereichen grundlegend. Sie kann große Datenmengen analysieren und strukturieren, Muster und Ähnlichkeiten erkennen, Sprachen identifizieren und Übersetzungen ermöglichen. So wird Wissen schneller verfügbar und Zusammenhänge besser sichtbar.
In Erschließung und Digitalisierung eröffnet KI neue Möglichkeiten, Bestände besser zugänglich zu machen: beispielsweise durch automatisierte Vergabe von Schlagworten, oder mit Hilfe von Handschriften-, Text- und Bilderkennung in historischen Quellen.
Für Nutzer zeigt sich dieses Potenzial zukünftig im Bibliothekskatalog. Spezialisierte KI-Assistenten ermöglichen eine natürlichsprachige Recherche im Dialog mit dem Bibliothekssystem, geben thematische Empfehlungen und verweisen auf verwandte Titel, Personen oder Sammlungen. Der Katalog wird so vom reinen Suchinstrument zum Dialogpartner, der Wege durch den Wissensraum aufzeigt.
Die zentralen Prinzipien bibliothekarischer Arbeit – Verlässlichkeit, Nachvollziehbarkeit und Datenqualität – erfordern beim Einsatz von KI transparente Verfahren sowie eine kontinuierliche Kontrolle und Evaluation der Ergebnisse. KI kann Bibliothekare also nicht ersetzen, sondern erweitert ihre Möglichkeiten und unterstützt sie bei Analyse, Strukturierung und Vermittlung.
Der Katalog bleibt das Herz der Bibliothek. Im Zusammenspiel mit KI entwickelt er sich weiter – hin zu einem aktiven Wissenspartner.
Rundgang durch die Ausstellung:
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