Globen

Ein Globus (von lat. Kugel) ist die verkleinerte Nachbildung der Erde, eines anderen Weltkörpers oder der scheinbaren Himmelskugel. Während sich auf planen Karten die gekrümmte Erdoberfläche nur mit Verzerrungen darstellen lässt, bietet der kugelförmige Globus einen Überblick mit den richtigen Größenverhältnissen und Entfernungen aller Länder, Kontinente und Ozeane. 

Die Kugelgestalt der Himmelskörper und das heliozentrische Weltsystem wurden maßgeblich von Nikolaus Kopernikus (1473 bis 1543) erforscht. Einen der ersten Erdgloben fertigte Martin Behaim 1492 in Nürnberg an. Der älteste Weimarer Globus stammt von 1515, wurde von Johannes Schöner ebenfalls in Nürnberg gefertigt, und zeigt bereits das neu entdeckte „America“ (das heutige Südamerika). 

Ein Globus ist schräg gestellt, weil auch die Erde sich so auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne bewegt. Um die Lage eines jeden Ortes auf der Erdkugel eindeutig zu bestimmen, wurden Breitengrade und Längengrade (Meridiane) festgelegt. Sie bilden das Gradnetz der Erde. Es ermöglicht die präzise Orientierung und ist die Grundlage für Karten und Navigationssysteme wie GPS. So befindet sich die Herzogin Anna Amalia Bibliothek bei 50° 58′ 43″ nördliche Breite (ca. 5.675 Kilometer nördlich des Äquators) und bei 11° 19′ 56″ östliche Länge (ca. 1.261 Kilometer östlich vom Nullmeridian, der durch die Londoner Sternwarte Greenwich verläuft).

Kategorie: OBJEKTE, ZAHLEN UND FAKTEN